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Archiv der Kategorie 'Allgemein'

tiefrot und radikal bunt

Freitag | 03:05:19 | 19:30
Tiefrot und radikal bunt. Für eine neue linke Erzählung
Lesung von Julia Fritzsche

Julia Fritzsche zeigt, wie sich alte und neue linke Ideen zu einer Erzählung zusammenführen lassen, die das Potenzial hat, die Welt zu verändern.

Aus der bedrängenden Gegenwart schlagen vor allem die Rechten Kapital – dabei sind es linke Themen, die zentral für eine bessere Gesellschaft sind, und sie werden längst angepackt. Julia Fritzsche trägt sie zusammen: Elemente zu einer verführerischen, begeisternden linken Erzählung, die einerseits die soziale Frage völlig neu und den Kapitalismus wieder in Frage stellt, andererseits keinen Rückschritt in Sachen Diversity macht.

Julia Fritzsche zeigt, was die verschiedenen Ansätze gemeinsam haben und wie sich alte und neue linke Ideen, feministische, ökologische, soziale und migrationspolitische Entwürfe zu einer Erzählung zusammenführen lassen, die das Potenzial hat, die Welt zu verändern.

odraday 2019

Mittwoch | 01:05:19 | 18:00
Acht Jahre Lesecafé Odradek:
Odraday mit Nordra (US)

Wir feiern nun schon acht Jahre odradek und haben uns einen besonderen Live Act dazu eingeladen: Die US- amerikanische Musikerin Monika Khot, auch bekannt von der Band Zen Mother, baut ihre noisigen Klangskulpturen aus flüssigem Eis und Stahl, von schweren Beats in Form gehalten.

Ihr jüngster Release bei SIGE Records hat es beim britischen Magazin The Wire unter die zwanzig besten Alben des Jahres 2018 geschafft. Happy birthday to me..

EX:IN – Spost + E:O:M

Freitag | 01:02:19 | 21:00
EX:IN präsentiert:
Spost + E:O:M – live

Spost ist ein Improvisationskollektiv aus Kopenhagen, dass freien Rock spielt, der auf allem zwischen klassi-scher Repetitionsmusik, Gamalan, Techno, No-Wave und Punk basiert. Die Musik besteht aus erkennbaren Rhythmen und Klängen, die kommen und gehen, ineinander verwoben sind und vorübergehend zu einem Ganzen verschmelzen – um wieder in Atome zerlegt zu werden. Spost versucht, mit diesem Genre-Mix und dem rastlosen Suchen in der Klanglandschaft etwas Undefinier-bares oder Unbekanntes zu erzeugen, etwas, das noch nicht gehört wurde – etwas Tanzbares und absolut Unsicheres.

E:O:M – Economy Of Meaning begann 2016 raue und salbende, beruhigende und beunruhigende Ambientaufnah- men zu veröffentlichen. Klänge, die aus elektronischen Soundquellen gelockt werden, sowie Gitarren und Synths etc., auf einem 4-Tracker aufgenommen und dann geloopt, synchronisiert, gefiltert …..

kulla

Dienstag | 22:01:19 | 19:00
Revolution in Deutschland 1918 – 1923
Vortrag & Diskussion mit Daniel Kulla (Autor & Musiker)

Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren
ließen.)

So ist das wichtigste revolutionäre Vorbild in der deutschen Geschichte genau deshalb fast vergessen, weil es in so hohem Maß selbstorganisiert war und damit nicht in die übliche nationale wie antinationale Vorstellung vom Deutschen passt, sich weder für Vereinnahmung noch als Schreckbild anbietet. Gleichermaßen in Vergessenheit geraten sind die Konsequenzen: Sowohl der Aufstieg des Nationalsozialismus als auch sein konkretes Erscheinungsbild – mehr als bei jedem anderen Faschismus eine Verkleidung als Arbeitskräfterevolution – erscheinen ohne diese Vorgeschichte kaum begreiflich. Kulla schlägt vor, die kommenden fünf Jahre der revolutionären 100. Jahrestage ab November 2018 dazu zu nutzen, diese Geschichte so sichtbar wie möglich zu machen.

In Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg Stiftung.



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